2015-08-19

"Go for it" - Manga made in Germany

Ich habe eine ganze Weile nichts mehr geschrieben, so dass ich mich erst einmal mit einem "Hallo" zurückmelden möchte.
Und anstatt heute etwas von mir zu posten - zumindest im Sinne von Arbeiten, die ich gezeichnet habe - möchte ich euch eine kleine Review bzw. zu Christina Plaka geben.

Wer von euch kennt die gute Frau Plaka?

Christina Plaka, 1983 geboren, ist eine deutsche Comiczeichnerin, die sich besonders seit 2003 mit "Prussian Blue" in der Daisuki gezeigt hat - daraufhin dann "Yonen Buzz", ein fünfteiliger Manga und mehr oder minder die eigentliche Geschichte mit "Prussian Blue" als Episode 0.
Einige von euch werden vielleicht auch noch das Daisuki-Maskottchen "Kisu" im Kopf haben - ebenso von Christina entworfen und später von Viviane übernommen.
Christina gehört sozusagen mit zu den alten Hasen der deutschen Manga-Szene, war doch auch Robert Labs ein bekannter Zeichner vor entsprechender Zeit, der 2001 mit "Dragic Master" startete und dann ebenso mit "Crewman 3" zu 2003 in dem Jungs-Gegenstück "Banzai" erschien.

Doch zurück zu Christina.

Schon damals war sie für mich eine Zeichnerin, deren Stil irgendwo besonders war. Im Rückblick nicht gerade anatomisch korrekt, nicht unbedingt technisch perfekt, aber dennoch besaß sie immer irgendwo Ausdruck in ihren Zeichnungen. Obwohl ich "Prussian Blue" recht gern mochte, hat mich "Yonen Buzz" einfach nicht gegriffen. Dennoch habe ich mich immer gefreut, etwas Neues von ihr zu lesen / hören.
2009 folgte der Oneshot "Herrscher aller Welten", den ich damals schon sehr erfrischend fand, weil sich ihr Stil in den Jahren doch noch einmal sehr entwickelt hatte. Weitaus reifer, authentischer, technisch ausgefeilter.
Wenn man sich ein bisschen mit ihr beschäftigt, so findet man heraus, dass sie eine Zeit lang eben auch in Japan zugange war und dass ihr 2013 erschienener Oneshot "Kimi he - Worte an dich" ihre Abschlussarbeit des Masterstudiums darstellte.
Selbst diejenigen, die sich nie mit Christinas Stil hatten anfreunden können, werden hier vielleicht eines besseren belehrt.

Und nun... zum Comictag 2015 die große Überraschung für mich: Ein neuer Manga von ihr.


(c) Christina Plaka / Gratis Comic Tag


Die Leseprobe zu "Go for it" hat mich sofort gefesselt.
Nun hat dies zwei Gründe:

Zum einen war ich, bin ich und werde immer absoluter Volleyballcrack sein. Dass der Manga eben um Volleyball als Grundlage geht, kommt mir nur gelegen.
Zweitens: Ich habe Christina für ihre Arbeit immer bewundert. Sicher gehört irgendwo auch Glück dazu, aber noch viel mehr harte Arbeit. Und die hat sich bezahlt gemacht. Ich war neugierig, was die "heutige Plaka" auf die Beine gestellt hat.


Zum anderen... kommen wir dann zur eigentlichen Review für "Go for it"


Ich war so hingerissen, dass ich's gleich ein zweites Mal lesen musste und mir aktuell immer noch das dritte Mal verkneife.
Die Geschichte selbst ist nun kein Meisterwerk im Rahmen einer einzigartigen Story - Jeder, der bereits Sportmanga oder -anime (ggf. noch mit etwas Shojo gemixt)gesehen hat, weiß, dass es ein typisches Konzept ist:
Protagonist ist einem Sport leidenschaftlich verfallen. Ein neuer Spieler tritt auf, der irgendwie nicht ins Raster passt. Der Neue wird doch auf Umwegen Mitglied. Drama ist eine Sportverletzung. Und weil wir Romance brauchen, tauchen auf einmal Gefühle auf, die vorher nicht direkt anwesend waren...
Wenn wir damalige Sportmanga betrachten, so fiel gerade der Romantikaspekt extrem flach, weil es eben NUR den Sport für den Protagonisten gab.
Oder wie die AnimaniA es in einer alten Ausgabe proklamierte: Der moderne Weg des Bushido. (Fanart-Special von 1999)

In "Go for it" dreht es sich also um "Nike", welche leidenschaftlich gern Volleyball spielt und zudem noch Assistentin der Jungsmannschaft ist. Ihr Bruder Benni ist ebenso Volleyballspieler - also das perfekte Geschwisterpaar.
Eines Tages kommt ein Austauschschüler aus Brasilien namens "Jona" in die Klasse und soll dort ein Jahr verbleiben. Nike spürt die Aura, dass er ein Volleyballer sein muss (Klischeeanzeichen, die stimmen!) und versucht ihn für die Jungsmannschaft zu gewinnen, da dieser leider krankheitsbedingt ein wichtiger Spieler für die Relegationsspiele fehlt. Mit einigem Hin und Her schafft sie es sogar, ihn zu überzeugen und es läuft da sogar mit ihrem Schwarm Victor immer besser, der ebenso Teil des Teams ist. Als Nike allerdings in einem Spiel der Mädels hängt und sich schwer verletzt, scheint alles aus den Rudern zu laufen. Selbst eine OP versichert ihr nicht, dass sie je wieder spielen kann und mit einem Mal scheint Jona der einzige zu sein, der ihr helfen kann... was Benni missfällt...

Christinas Story liest sich zu 90% mehr als nur angenehm - ein gutes Erzähltempo, gutes Paneling... was will man mehr? Die Zeitsprünge sind hingegen mehr für die Detailliebhaber gedacht, wie mir scheint, da auf Grund fehlender typischer "Zeitrafferpanel", die man aus Shojo kennt (Ihr wisst schon: Die nichts sagenden rechteckigen, ineinanderlaufenden Kästchen) nicht gleich ersichtlich ist, wie viel Zeit vergangen ist. Wenn man aber weiß, dass die Charaktere zuvor Sommerkleidung getragen haben und nun mehr in Winterklamotten geworfen wurden, sollte es klar sein, dass wir nicht nur einen Wetterumschwung haben. Noch dazu die Sprüche hinsichtlich Frostbeule Jona - kluger Schachzug, Frau Plaka. ;)

Sie kommt mit wenig Rasterfolie aus und setzt mehr auf Schraffur und Detailzeichnung - so findet man zum einen liebevoll gestaltete Hintergründe, zum anderen aber auch ebenso toll schraffierte Faltenwürfe oder feine Verästelungen der Bäume.

Die Charaktere selbst haben alle etwas Einzigartiges für sich. Nike ist die optimistische irgendwo jungenhafte Sportlerin, die sich aber eindeutig nach Romantik sehnt, ihr Bruder Benni ist der Aufpasser und Cool Guy, während Jona zwar letzteres auch recht gut beherrscht, allerdings etwas "griffiger" von der Person her ist und emotionaler erscheint. Der Rest der Mannschaft ist bunt gemixt (nicht nur vom Aussehen, sondern auch von Nationalitäten und Charakterzügen, die zwar nur in Ansätzen gezeigt werden, aber dennoch Hinweis drauf geben, dass wir es mit einer vielfältigen Gruppe zu tun haben) , Nike hat eine allseits zur Seite stehende beste Freundin und zu guter letzt haben wir so eine recht große Charaktervielfalt, die jetzt nur noch zu toppen wäre, wenn ein paar Erwachsene mitmischen würden. In meinen Augen sind besonders die Profilansichten der Kerlchen sehr, sehr bewundernswert... oder sollte ich sagen "Chrrr~" ?


Betrachte ich die Story aus Volleyballcrack-Sicht, so gefallen mir die dargestellten Spiele, Übungen, Trainingssequenzen usw. wirklich gut. Detailliert und genau. Dies betrifft aber nicht nur Handlungsabfolgen, sondern auch Perspektive und schlichtweg die zeichnerische Qualität. Natürlich kommen auch bei Plaka teilweise Extremposen vor, die so nicht funktionieren würden, allerdings auf Grund eines verstärkenden Effektes benutzt wurden. Im Großteil von "Go for it" kann ich mich allerdings korrekter Hand- und Körperhaltungen erfreuen.
Hattet ihr schon mal den Manga zu "Mila Superstar" / "Attack No.1" in der Hand? Hier wird das Mädchenhafte, Grazile betont, damit die Zeichnungen weiterhin weich und fließend bleiben und nicht zackig, explosiv, wie man es in Sportmanga normalerweise haben möchte. Demnach sind die Arme und Beine gerne mal verdreht oder wie Gummi gezogen.


Dass deutsche Zeichner Geschichten veröffentlichen, ist nun nichts neues mehr, aber dennoch möchte ich euch diesen Manga sehr ans Herz legen.
In meinen Augen einer der besten Werke, die wir hier begrüßen dürfen. Die Story muss nicht superoriginell sein, um dennoch mitzureißen, aber definitiv tut sie es. Solltet ihr absolut kein Sportmanga-Fan sein, könnte es euch hingegen etwas schwieriger fallen. Für alle anderen, die bereits den hiesigen Sportanime verfallen sind, kommt es ganz recht.
Natürlich kann man "Go for it" nicht mit solchen langwierigen Serien wie "Prince of Tennis", "Captain Tsubasa" oder meinetwegen auch "Kuroke no Basket" vergleichen - in diesen haben wir wirklich das typische Bild einer Sportserie: Sport, Sport und nochmals Sport. Ein bisschen Liebe wird durchaus erwähnt, aber wir befinden uns schlichtweg auf dem modernen Weg des Bushido, um zum Anfang dieses Beitrags und damit zur AnimaniA zurückzukommen.
Ihr werdet somit in "Go for it" (zumindest im ersten Band - wer weiß, was kommt), keine verschwindenden Bälle oder jene mit seltsamer Kurvenführung finden. Ebenso wenig wird es Dreifachangriffe geben und mehrfache Sprungrollen in der Luft. Dafür erwartet euch aber eine liebevoll gestaltete Geschichte mit vielen schönen Zeichnungen, die Lust auf Detailschau haben.
Und wer weiß... vielleicht kommt dann doch noch ein Special-Move, den keiner erwartet?

Aktuell zeichnet Christina bereits an Band 2 und wir hoffen alle, dass dieser Band dann nächsten Sommer herauskommt. Ich drücke ihr die Daumen und sage: GO FOR IT! :)

2015-07-01

Artblogger: Vorsätze 2015 - kurze Bilanz (4.2)



Hallo liebe Leute!

Wie schnell ein halbes Jahr vergeht.
Nun ist schon Ende Juni und damit steht erschreckenderweise
eine neue Bilanz an... ich habe das Gefühl, dass es leider
schlechter als besser wird (lach)



1. FTH zeichnerisch beenden (wenn auch noch die Raster stimmen, umso besser)

Juchu, das sechste Kapitel ist fast vollständig geinkt. :D
Das fünfte fast vollständig gerastert.....  :D"

Ehrlich, so wie ich's mir erhoffte, klappte es dann doch nicht.


2. Wieder am DJG-Wettbewerb teilnehmen

Ich sitze dran. An dem aufwendigen, was ich umsetzen wollte.
Jetzt hoffe ich nur, dass ich auch das mit der Kawaii-Anthologie noch hinbekomme.

3. In der Hinsicht aufmerksam auf weitere Wettbewerbe achten

Habe ich und tue ich weiterhin.
In der Hinsicht auch an zwei Einzelillustrationswettbewerben teilgenommen. :)
aber nicht an mir vorbei.


4. Mappensichtung bei Tokyopop zur LBM

Bilanz von damals selbe Bilanz wie heute:
Wurde nix aus gesundheitlichen Gründen.

5. Kurzgeschichte "Winter Love Love" zeichnen

Geinkt!

6. Männliche Anatomie üben


Habe wirklich ab April damit begonnen... nur jetzt wieder einen Monat
ausgesetzt. Dennoch muss ich sagen, dass es bisher recht gut klappte,
wenn man sich wirklich mal eingehend mit beschäftigt. ;)


7. Zeichner-V Log weiterführen


Ich habe mal wieder ein kleines "Ich lebe noch" von mir gegeben.
Diesmal allerdings eher im Rahmen der Flipthroughs.
Runde 2 muss noch folgen.
Für den Zeichner V-Log fehlt mir selbst allerdings eindeutig die Motivation.


8. Weiterhin Hintergründe zeichnen, vor allem: Architektur

Dank de DJGs und auch der Kurzgeschichte bin ich inzwischen schon eindeutig besser geworden.
Irgendwo kann ich's selbst nicht glauben, dass ich für Hintergründe ein besseres Händchen habe als gedacht.

9. Illustrationen (Perspektive!)

Die Illustrationen sind jetzt wieder weniger geworden, dafür aber eben mehr Comicseiten.
Letzten Endes versuche ich aber weiterhin Perspektiven einzubauen, merke hingegen aber
auch wieder, dass mich versuche vor zu drücken bzw. mich nicht so traue (lach)

10. Weiterhin mit Spaß an der Sache dabei bleiben und entsprechend auch locker bleiben

Zu 90%.

Das Zeichnen macht mir immer noch sehr viel Spaß,
wenn es um Kunst an sich geht, bin ich sogar wieder bei 150% dabei.
Hingegen habe ich langsam aber sicher einfach keinen Bock mehr
auf das "Präsentieren" (was sich jetzt nur auf Events bezieht, nicht aufs Internet).
Was das betrifft, habe ich für mich beschlossen, dass ich erst einmal - sollte ich überhaupt
die Zeit haben wegen Arbeit (drei Tage ist ein Traum und kaum machbar, lol) - nur noch lokale
kleine Veranstaltungen besuchen werde.



Demnach aktueller Status, was ich geschafft habe:

Doujinshi

Love Love - geinkt
FTH Kapitel 6 -  geinkt
DJG Beitrag - geinkt, Rastermodus
Kawaiianthologie - naming

Illustrationen
keine weiteren aufwendigen bis auf Ukyo
Bollywood - Skizze

Challenges/Aktion
Hobonichi
30-Days-Challenge
STA Süßigkeiten

Sonstiges
Comicworkshop Guido Neukamm
Ausprobieren diverser anderer Kunstdinge
Mappenvorbereitung läuft




2015-05-22

Workshop Comiczeichnen mit Guido Neukamm

Hallo meine Lieben,

heute habe ich mal eine kleine besondere Berichtslage für euch.
Ab heute startete der neue Comiczeichnen-Workshop an der VHS Berlin-Mitte

mit keinem anderem als Guido Neukamm.

Vielleicht mögen ihn einige von "Sketchbook Berlin" kennen, welches er

gemeinsam mit Marie Sann herausbrachte.
Einige werden ihn vielleicht auch schon persönlich auf einer Convention angetroffen
haben und nicht zuletzt gibt es natürlich auch Beiträge für die Zeitschrift MAD oder

seinen Comic Nocturnal Nemesis zu kaufen.

Der Workshop baut an sich auf den ersten auf, in welchem die Teilnehmer die
Basics lernten, wenn man es so nennen möchte, um Comics zu zeichnen.
Nun geht es vor allem ums Storytelling.




Wer macht mit?

Alle Altersgruppen. Grob geschätzt haben wir also von Neunjährigen bis Vierzigjährigen
alles vertreten, was besonders interessant ist, wenn man sich dann die Arbeiten betrachtet.
Zum einen natürlich vom Stand des Zeichnens an sich, zum anderen aber eben auch,
wie die einzelnen Leute herangehen.
Die Ungeduld mit der die Kleinen eine Aufgabe bestreiten und die Ruhe, welche die
Älteren haben. Das Wissen, was diese teilen können und die guten spontanen Ideen,
welche die Kinder mitbringen.
Wenn man das zusammen betrachtet, dann hat man eine kunterbunte Mischung, mit der
man gut arbeiten kann.

In der heutigen Einstiegsrunde fragte Guido uns zunächst einmal, was wir für uns
mitnehmen möchten bzw. was unsere Wünsche für den Kurs sind.

Daraufhin starteten wir mit der 'einfachen' Aufgabe - da als generelles Ziel ein eigener
Comic
bevorsteht - eine Figur zu zeichnen.
Diese könnte eventuell Hauptfigur für den Comic sein, muss aber natürlich nicht.
Guido schaut einem dabei über die Schulter und gibt Ratschläge, Tipps und Belobigung.
Letzteres schreibe ich so heraus, weil auch das ein wichtiges Kriterium in meinen Augen
ist, um zufrieden durch den Tag zu kommen.
(Wer schon mal einen Tag nur Kritik und blöde Kommentare abbekommen hat, kann
sich vorstellen, wie frustrierend das ist und wie erhellend ein paar ehrlich nette Worte
sein sind)

Während wir zeichneten und Guido uns an der Tafel einige kleine Kniffe und Tricks
zeigte und uns Materialien vorstellte, beendeten wir diese Aufgabe und gingen in die
nächste über: eine zehnminütige Skizze anfertigen.
Sprich: Aktzeichnen ohne Akt. ;)

Unsere Kleine machte als Modell den Anfang - und das ist natürlich sehr tricky.
Wir wissen ja: Kinder und Proportionen... D:

Gemeinsam alle Zeichnungen daraufhin in einen Raum werfend, kommen wir hier
zu dem von mir oben benannten Punkt: wie unterschiedlich die Leute zeichnen - wie fein,
wie grob, wie detailgetreu ließ sich wunderbar dran festhalten.
Ich liebe solche Betrachtungen, wirklich! <3
(Deswegen habe ich auch Bildanalysen im Unterricht geliebt - ja ehrlich!
Ich weiß, ich bin abartig! Haha!)

Im Anschluss - und damit das letzte Thema für diese Runde - waren Grundlagen zum
Charakterdesign.

Sprich: Anordnung von Augen, Nase und Co. Konstruktion bzw. Zeichnung jener, aber
vor allem - und das ist mir sehr wichtig bzw. Hauptpunkt, warum ich außerdem in den
Kurs gehen wollte: auf westliche Ebene.

Wir wissen, dass der Mangastil schon recht eigentümlich ist.

Wenn wir uns an die 90er Jahre erinnern mit den großen Augen oder auch die Zeit von
"Versailles no Bara" und "Attack No.1" mit Funkelaugen en masse...
Und wenn wir uns auch die heutigen modernen Manga/Anime betrachten... trotz allem
sind die Zeichnungen immer sehr weich (bestimmte Serien einmal ausgeschlossen) im
Gegensatz zur westlichen, besonders der amerikanischen Comicwelt.
Seitenkonturen der Augen existieren meist nicht, Nasen sind filigran oder zumindest hübsch,
Münder sehr zart angedeutet, oftmals zahnlos, ... man kann jetzt sämtliche Klischees
aufzählen, die für Manga herangezogen werden.
Denn so gerne ich Manga zeichne, möchte ich mich doch auch weiterentwickeln und in
meinem Stil noch weitaus vielfältiger werden.

Manga, Semirealismus, Abrafaxe, Batman, ... ich möchte sie alle zeichnen können!!

Aber jetzt habe ich den Faden verloren...

Die zwei Stunden gingen jedenfalls sehr schnell rum und ich freue mich auf die nächste
Runde.
Auf dem Rückweg habe ich mich noch etwas länger mit Guido unterhalten
und drei Dinge sind für mich persönlich stecken geblieben:

Erstens - ich habe einen eigenen Strich, einen eigenen Stil.
(Das, was mir persönlich nie wirklich bewusst war/ist, deswegen halte ich es fest)
Zweitens - daran muss man arbeiten: die Ausarbeitung jenes Stils, dass man alle Arten von Aufträgen erfüllen kann. Und deswegen sollte ich mich auch mal nach anderen Messen umsehen.
Drittens - der Markt der Mediengetaltung / des Graphikdesigns ist überlaufen - aber nicht jeder kann
im Feld mit Illustration dienen und somit kreativ sein.


Nächste Woche geht es weiter und bis dato versuche ich, mir mal einen Charakter zu überlegen,
den ich zeichnen möchte.
Eine Idee habe ich schon.
Eigentlich zwei. So wie immer.

2015-04-27

[WIP] Ukyo - Arina Tanemura Art Tribute Project



Hallihallo! ₍₍ ◝(●˙꒳˙●)◜ ₎₎

Na, wer hätte gedacht, dass ich doch so schnell mit dem Bild durch bin?
Ich jedenfalls nicht. (;◔ิд◔ิ)




Die Geschichte begann damit, dass ich auf Facebook mal wieder eine Art Project-Gruppe
fand. Vor einem Jahr (oder waren es zwei?) habe ich schon einmal bei einer solchen zu Tanemura Arina mitgemacht, allerdings verlief sich die Aktion im Sande, weil die Leute doch nicht gerade zuverlässig waren. Schade.


Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, und so ging es in einen zweiten Versuch.
Natürlich hatte ich meine Favoriten, die ich gerne zeichnen wollte, aber ich gab auch an, dass ich einen männlichen Charakter übernehmen würde, wenn es nicht anders ginge.
Ist nicht mein Steckenpferd, aber gerade deswegen vielleicht gut?


Und dann bekam ich Ukyo zugeteilt.


Ich muss dazu sagen, dass ich ihn unglaublich gerne mag und vor allem die Geschichte mit Asagiri so sehr liebe wie auch traurig finde. 

Das Problem, was mich allerdings seit dato beschäftigte... was für ein Motiv?
Ich hätte keine Probleme gehabt, wenn ich eine Illustration hätte zeichnen dürfen...
Im Gegenteil, da lungerten schon viele Ideen in meinem Kopf herum.
Aber ein einzelner Charakter?
Und dann natürlich auch noch in Ganzkörper?
Nargh.


Beim Durchlesen des Flashbacks von Asagiri und Ukyo wusste ich aber, dass ich unbedingt dahingehend etwas zeichnen wollte... Und so kam mir schließlich das "Back when and now" in den Sinn.
Und was er in den Händen hält? Tja... was mag das sein!? :D



Und damit ab in die Bilderstrecke...





Weil ich von Natur aus erst handle und dann denke (zumindest in manchen Bereichen)
habe ich die erste Skizze natürlich auf A5 gepackt. Demzufolge kam ich mit der
Übtertragung überhaupt nicht klar, wie man sieht...
Und ich bin verzweifelt.
"Warum sieht Ukyo nicht mehr so aus wie vorhin? o(T△T)o" 



Etliche Stunden später dann endlich eine gute Vorzeichnung,
die ich auf Aquarellpapier übertragen konnte.

Materialien: Daler-Rowney Papier 300g/m³, Farber Castell Bleistift H




Dieses Mal setzte ich mich zuerst an den Hintergrund, weil ich mir zum einen noch unsicher
war bzgl. Ukyos Kleidung und zum anderen das Pferd mal von hinten aufziehen wollte.
Mit Harry Potter im Hintergrund also auf an Blätter, Schleife und Flauschkugeln.

Materialien: White Nights Aquarellfarben, Da Vinci Pinsel verschiedener Größe




Schließlich geht es an den Vordergrund. Ich habe versucht hierbei die Tipps
umzusetzen, die uns Inga vor einiger Zeit zum Thema Aquarell und Haare gegeben hat.
Klappte sogar ganz gut. Denn wirklich Angst hatte ich genau vor diesem Punkt: HAARE.
Wir wissen alle wie wichtig das bei Zeichnungen von Tanemura ist.



Auch bei den Klamotten habe ich versucht ein bisschen in die Richtung zu gehen,aber Faltenwurf muss ich echt noch üben. (ー∀ー;)



Zum Schluss dann noch das kleine Ornamentband (welches mir auch nochmal
Kopfzerbrechen bereitete), noch einmal eine genauere Ausarbeitung der Blätter, weil
sie mir zu blass waren sowie der Mondsteinkette, der Flauschkugeln und natürlich
Outlinessetzung via Bleistift sowie Shojo Sparkle.
(Letzterer wurde für die digitale Ansicht am PC gefertigt.
Im Original sieht man es aber auch so :D)

Materialien: Farber Castell Bleistift 2B, Signo Gelstift weiß,
Zahnbürste + Deckweiß - am PC: Photoshop CS5 + Sparkle Brush

2015-03-12

Artblogger: Vorsätze 2015 - kurze Bilanz (4.1)





Hallo liebe Leute!

Heute also einmal eine kurze Bilanz zu den bisherigen Vorsätzen...

Oh je, ich sehe gerade, dass es wirklich etwas... mau aussieht, was dies betrifft.
Aber beginnen wir am besten.



1. FTH zeichnerisch beenden (wenn auch noch die Raster stimmen, umso besser)

Ich habe seit Jahresbeginn zumindest zeichnerisch das sechste Kapitel beendet, bezogen auf Vorzeichnungen.

Zu mehr reichte es leider noch nicht. :(
Ich mag aber ab April durchstarten!!


2. Wieder am DJG-Wettbewerb teilnehmen

Das klemme ich mir dann doch... das Thema "Goethe" ist interessant und ich wüsste auch, was ich gerne zeichnen möchte, aber dies ist dann doch wiederum so aufwendig, dass ich es mir lieber aufhebe und stattdessen auf die nächste Kawaii-Anthologie hoffe.

3. In der Hinsicht aufmerksam auf weitere Wettbewerbe achten

Das definitiv!

Bisher habe ich einen guten Überblick und eh... habe mich bisher für nicht sehr viele entschieden. 8D
Zumindest rauschen sie aber nicht an mir vorbei.


4. Mappensichtung bei Tokyopop zur LBM

Großes Sigh.
LBM fällt für mich aus.

5. Kurzgeschichte "Winter Love Love" zeichnen

Vorzeichnungstechnisch fertig, nächster Schritt: Inken.

6. Männliche Anatomie üben


Kommt ab April. Ich beginne ein Skizzenbuch zu Anatomie und werde mich eingehend damit beschäftigen. Zeit wird's. Man kann sich ja nicht ewig drum drücken.


7. Zeichner-V Log weiterführen


Liegt momentan wirklich auf Eis. Mir fehlt ehrlich die Zeit. :(


8. Weiterhin Hintergründe zeichnen, vor allem: Architektur

Das versuche ich mit jeder Illustration (oder zumindest fast jeder) umzusetzen und muss auch sagen, dass ich auf ein paar Dinge bereits ziemlich stolz bin, obwohl ich weiß, dass ich's umsetzungstechnisch besser hinbekommen könnte.

9. Illustrationen (Perspektive!)

Definitiv. Dadurch, dass ich ja zur LBM wollte, habe ich mich vor allem an Illustrationen gewagt und muss sagen, dass es mir inzwischen doch immer leichter fällt, Motive zu finden und diese umzusetzen.

10. Weiterhin mit Spaß an der Sache dabei bleiben und entsprechend auch locker bleiben

Ziel bisher 100% erfüllt! :D



Wie ihr seht leiden momentan also vor allem Punkt 1, 6 und 7.

Ich geb mir Mühe! D:


Und was ich bisher so geschafft habe?


Kleiner Überblick hier:













Und das neuste...